
Trainings-Camp
über den Deutschen Sportakrobatik-Bund mit Hilfe
des Deutsch Französischen
Jugendwerkes
Seit 2001 gibt es
mit dem deutschen Sportakrobatik-Bund den Kontakt mit
unseren französischen Sportfreunden über das
Deutsch Französischen Jugendwerk. Das erste
große Trainingstreffen gab es in Antibes auch
unter der Beteiligung einer Damengruppe der TiB, nach
dem der damalige Präsident des DSAB Kurt Becker
Werner Hassepaß kurzerhand zum Beauftragten des
DFJW berief, weil die Jugendleitung nicht so
funktionierte.
Seitdem gibt es
jedes Jahr im Wechsel diese Trainings-Camps mal mit
größerem Erfolg mal ein bisschen weniger.
Insgesamt kamen aus diesen Teilnehmern vielfach WM-
und EM-Teilnehmer bis hin zu Medaillengewinner zu
internationalen Meisterschaften.
Dazu gehörten
auch aus unserem Verein die Damengruppe Luisa
Heißner / Peggy Blessin / Katharina Lebedew und
das Herrenpaar Philipp Kepper / John
Förster.
Das bekannteste Duo
international war das Mixedpaar Phoung Tau Thi /
René Tausendfreund aus Riesa, welches
später zu einer EM die Silbermedaille
gewann.
Die Situation war
für dieses Jahr nicht so sehr günstig, weil
die Weltmeisterschaften in den Juli Terminiert wurden.
Mitten in der Ferienzeit gab es immer die besten
Bedingungen für unser Trainings-Camp, welches ja
auch eine preisgünstige Förderung unserer
Leistungssportjugend wie auch von französischer
Seite darstellte. Nun war guter Rat teuer.
Die Osterferien
zunächst von beiden Seiten gewünscht,
ließ der französische Verband nicht zu,
zumal es da in Frankreich keine Ferien gibt. So
einigten wir uns relativ kurzfristig auf den
Februartermin, der in einigen Bundesländern die
Winterferien beinhaltete. Leider war der Zuspruch
bedauerlicherweise nicht so hoch, wie gewünscht.
Ehrenamtlich zu 98 % verwaltet, müssen die
Trainer mit ihren Terminen haushalten.
So kam eine relativ
kleine Truppe mit insgesamt sieben Personen zu Stande,
die am 07. Februar gemeinsam nach Nizza im Flugzeug
unterwegs war. Mit dabei waren Marula / Jim von der
TiB und Rosa / Timm vom Dresdner SC als Mixedpaare.
Von Nizza bis Antibes war es nicht weit und der Bus
hielt direkt am Flughafen. Da klappte alles
anstandslos. Lediglich das Kofferrollen (ein
Glück sind die Koffer mit Rädern) bis zur
Sportschule hätte ein bisschen kürzer sein
können. Die französische Cheftrainerin Eva
Mauriceau traf kurz nach uns ein und so funktionierte
alles bestens. Die Quartiere der Sportschule sind
ehemalige Kasernen am Fuße der Festung
Fort Carré. Alles was nötig
war, war hier zu finden. Der Internetzugang war offen
für alle frei zugänglich, in vielen
Bereichen in Deutschland noch eine
Rarität.
Die
Trainingsstätte war etwa 15 Minuten zu Fuß
entfernt. Diese Strecke wurde von den Sportlern
täglich zu Fitnesslauf genutzt.
Die
Trainingstätte war relativ einfach gehalten, ein
großes Gerüst und ein feste Plane
darüber. Darin war eine 14 x14 m großer
Wettkampfboden für die Akrobaten und drei
Trampoline für die Trampolinspringer (in
Deutschland nennt man unter Turnern springen
Turnen).
Für uns im
ersten Moment etwas ungewohnt, aber es funktionierte
alles bestens. Die Stimmung unter den Sportlern war
bestens und so nach und nach gab es immer mehr auch
persönliche Kontakte bis hin zu den gestalteten
Abenden.
Es wurde zweimal
täglich trainiert. Um die Belastung wohl wissend,
wurde das Training gut eingeteilt, so dass für
alle das optimale herauskam.
In der Freizeit
wurden T-Shirts bemalt aber auch
Deutsch-Französischen Kennen lernen gespielt.
Eine Besonderheit ist der Spezialitätenabend, an
dem Franzosen, wie Deutsche spezielle Speisen
mitbringen, um sie dem jeweils anderen vorzustellen.
Schlager von den Franzosen war der Käse und von
den Deutschen die Wurst.
Zu Abschluss gab es
für alle eine riesige Attraktion mit dem Besuch
des Marinelandes in der Nähe von Antibes.
Große Raubwale, Delphine und Robben zeigten mit
Dresseuren ihre unvorstellbaren Künste und ein
Spaziergang unter Haien mit über 2 m Länge
waren die Hauptrenner.
Nach viel Bewegung
und vielem gemeinsamen Tun vergeht die Zeit wahnsinnig
schnell und so ging es am 14. Februar wieder
zurück und wohlbehalten landeten alle wieder in
Berlin.
Werner
Hassepaß
